Karate-Do

    • Dojo Kûn - Disziplin des Dojo

      Dojokun wurde von dem okinawischen Meister SAKUGAWA SHUNGO gegründet und in alle Stilrichtungen des Karate übernommen.

      Die Essenz der ursprünglichen Dôjôkun ist auch heute in allen Stilen erhalten geblieben. Sie besteht aus fünf Leitsätzen, die die gesamte geistige Entwicklung eines Übenden auf seinem Weg bestimmen:

      • Hitotsu, Jinkaku Kansei ni Tsutomuru Koto (Vervollständige den Charakter und das eigene Ich)
      • Hitotsu, Makoto no Michi o Mamoru Koto (Bewahre den Weg der Wahrheit)
      • Hitotsu, Doryoku no Seishin o Yashinau Koto (Entwickle und verstärke den Leistungswillen)
      • Hitotsu, Reigi o Omonzuru Koto (Bewahre die traditionellen Grundprinzipien)
      • Hitotsu, Kekki no Yu o Imashirmuru Koto (Unterlasse jegliche Gewalttätigkeit)
    • Trainingsaufbau im traditionellen Shotokan Karate

      Das Training im traditionellen Shotokan Karate-Do besteht aus drei Teilen: Kihon, Kata und Kumite.

      KIHON (GRUNDSCHULE)

      Der Anfänger in einem Karate Dojo beginnt zunächst mit der Grundschule. Sie umfasst zahlreiche Abwehren, Faust- und Fussstösse, wobei besonderer Wert auf einen korrekten Stand, auf Gleichgewicht und Atmung gelegt wird. Die Erlernung und Verbesserung der Techniken hat erste Priorität, um sie später in Kata und Kumite anzuwenden.

      KATA (FORMEN)

      Kata bedeutet Form oder Gestalt. In den Kampfkünsten steht der Begriff für eine genau festgelegte Serie von Techniken, in denen die Methoden und Kampfstrategien gegen eine Angreifer verschlüsselt sind. Im traditionellen Shotokan Karate-do des SKIF gibt es 26 verschiedene Kata. Für jede Prüfung, die ein Schüler ablegt, muss er eine oder mehrere vorgeschriebene neue Kata beherrschen. Ein Schwarzgurt muss mindestens die ersten zehn Shotokan Kata beherrschen. Nach einer gewissen Anzahl von Jahren sollte ein Karateka seine Studien auf die Bunkai (oder Kaisetsu) der einzelnen Kata ausweiten. Das bedeutet, dass die Kata aufgegliedert, analysiert und studiert wird. Ziel ist es, dass ein Karateka zusammen mit einem Partner demonstrieren kann, wozu die einzelnen Techniken einer Kata eingesetzt werden können. Meist gibt es dabei mehrere Möglichkeiten.

      KUMITE (KAMPF MIT PARTNER)

      Kumite ist die Umsetzung der im Kihon gelernten Techniken. Es gibt verschiedene Formen des Kumite, welche an das Trainingsniveau der Schüler angepasst werden. Die Kumitearten reichen von der einfachsten Kumite Form, dem Gohon Kumite (Fünfschritt-Partnerübung in Grundstellung) bis zum Jiyu Kumite (Freikampf). Dazwischen gibt es viele verschiede Stufen, die den Schüler von der Grundform bis zum Freikampf geleiten.

      Die Reihenfolge der Kampfformen, wie sie eingesetzt werden, um die Technik der Schüler zu verbessern, sieht wie folgt aus:

      • Gohon Kumite (Fünfschritt-Partnerübung in Grundstellung)
      • Sanbon Kumite (Dreischritt-Partnerübung in Grundstellung)
      • Kihon Ippon Kumite (Einschrittschritt-Partnerübung in Grundstellung)
      • Jiyu Ippon Kumite (Einschritt-Partnerübung in Kampfstellung)
      • Okuri Ippon Kumite
      • Kaeshi Ippon Kumite
      • Jiyu Kumite (Freikampf)